Yoga - was es für mich bedeutet

Yoga - was es für mich bedeutet

Yoga zieht sich, seit vielen Jahren, wie ein roter Faden durch mein Leben.

Es durchfliesst all meine Lebensbereiche und schenkt mir Bewusstheit mit mir, mit meinem Körper und mit meiner Umgebung.


Die Körperübungen des Yoga sind ein Bestandteil, doch lange nicht alles.


Meiner Atmung zu begegnen, wahrzunehmen wie sie fliesst und wie sie sich durch dieses bewusste wahrnehmen verändert ist für mich eine der essentiellsten Übungen.

Meine Atmung durch die Atemtechniken des Yoga gezielt zu lenken ist erst der nächste Schritt.


Auch die Körperübungen beginnen für mich mit der Selbstwahrnehmung des Körpers, um die Asanas durch meinen Körper einzunehmen und nicht, wie es mein Verstand jetzt gerne hätte. 

Alleine dadurch zeigen sich mir die Asanas in verschiedensten Variationen - ein und die selbe Körperübung drückt sich variabel durch meinen Körper aus - mal kraftvoller, ein anderes mal weicher, wieder ein anderes mal geht's um eine ganz bestimmte Qualität der Ausrichtung. So, wie das Leben selbst, ist alles veränderlich und für mich auch wirkungsvoller durch das verlassen starrer Strukturen.


Tanz ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil im Yoga, um meinem Körper den Raum zu geben sich auszudrücken, wie er es gerade möchte - mich vollkommen in mich hineinfallen und den Körper einfach machen lassen. Frei zu sein und ganz in mir zu fliessen.

Singen hilft mir meine Stimme zu befreien und meiner Seele Raum zu geben. Die Wirkung von Mantren ist ebenfalls sehr vielfältig und kann auch sehr bewusst genützt werden.

Meditation hilft mir mein Bewusstsein zu schulen. Das kann ganz klassisch in einer aufrechten Sitzhaltung geschehen, muss aber nicht. Meditation lässt sich den ganzen Tag lang üben. 

Hier geht es um die Wahrnehmung - wahrzunehmen, was in mir abläuft, welche Gedanken ich denke, welche Signale mein Körper mir sendet, wie ich mich fühle.

Sie ist für mich die Übung gut bei mir zu bleiben - von meiner inneren Mitte zu beobachten, um klare Entscheidungen und Handlungen treffen zu können.


Die oben genannten Techniken - Körperübungen, Atemübungen, Tanz und Singen - helfen mir auch wieder gut in meiner Mitte anzukommen, wenn ich zwischendurch merke, dass ich nicht mehr in meinem Körperraum bin.

Sie reinigen und nähren mich nicht nur für eine bestimmte Zeit auf der Yogamatte - sondern auch immer wieder in kurzen Sequenzen während des gesamten Tages.


Ein weiterer wichtiger Aspekt des Yoga ist die Ernährung. Sie hat einen immensen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

Auch hier ist das bewusste Wahrnehmen vorrangig - was esse ich und wie geht's mir damit?

Ich liebe essen und über die vielen Jahre des Beobachtens hat sich in meiner Ernährungsweise auch vieles verändert. Es ist eine Lebenseinstellung mit der grundlegenden Frage - was tut mir wirklich gut? Wie will ich mich wirklich fühlen?


Auch wenn es nach strenger Pflicht wirken mag, ist es das nicht. 

Ich esse sehr abwechslungsreich und frisch und ich liebe Gewürze. Ich verzichte tatsächlich auf nichts und manchmal esse ich etwas, wo ich danach merke - das hat mir jetzt nicht gut getan - da kann es sein, dass ich es das nächste mal sein lasse.


Ein Faktor in der Ernährung ist auch das wieviel und durch meine intuitive Yogalehrerausbildung (von Christiane Stepanek - Schule des weiblichen Yoga, naehrzeit.at - Danke 💝) konnte ich auch einen Einblick in die Zugänge des Ayurveda gewinnen.

Jeder Mensch hat eine andere Konstitution und dadurch verträgt auch nicht jeder Mensch alles gleich - was dem einen gut tut, kann für den anderen schwer oder schlecht verträglich sein.


Yoga ist für mich die Hingabe an das Leben - zu tun was für mich gut ist, was mir hilft mich leicht, frei und lebendig zu fühlen und über Beobachtung und Selbstwahrnehmung zu lernen, was mir nicht gut tut, in allen Bereichen meines Lebens.

Meinen Körper schätzen zu lernen als lebendiges Wesen mit seiner eigenen Weisheit, meinen Geist kennen und auch führen zu lernen und erkennen, dass ich als Seelenwesen eine Drei-heit in mir bin, die eingebettet ist im großen Ganzen.

Yoga lässt mich Leben als etwas sehr lebendiges erfahren, anstatt einfach nacheinander alle Dinge abzuarbeiten, die getan werden müssen.

Das versuche ich auch in all meinen Angeboten zu vermitteln.


Denn eines erlebe ich immer klarer - wenn jeder Mensch gut für sich selbst da ist, können wir auch viel besser füreinander und miteinander da sein.


Namasté

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